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Interview: Hooman Haghighat (freier Kreativer)

Hooman Haghighat ist freier Art- und Creative-Director, Photograph und Dozent. Seine ersten Arbeitsstationen waren das Büro-X, EURO RSCG und die GGK in Wien. Danach ging es nach Berlin zur TBWA und im Anschluss landete er in Hamburg bei Springer & Jacoby und betreute Kunden wie Mercedes-Benz, DEKRA und die Deutsche Telekom. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen nationalen und internationalen Awards und Auszeichnungen prämiert. Sein Credo: Die richtige Dosierung aus Strategie und die passende Menge Kreatitvität sorgen für exzellente Lösungen. Für die HAMBURGS KREATIVE 2014-Ausgabe haben wir Hooman zum Interview getroffen, das Gespräch gibt es nun auch hier im Blog zu lesen.  

Hooman, woher stammt eigentlich Deine Affinität für Werbung und Design?
Ich habe mich schon ziemlich früh gefragt, wer die ganzen tollen, bunten TV-Spots, Plakat-Kampagnen und Logos wohl macht, die man überall sehen kann. Und vor allem wollte ich wissen, wie diese enstehen. Als ich später wusste wie es geht, habe ich es einfach gemacht.

Du arbeitest seit einigen Jahren erfolgreich als freier Kreativer für verschiedene Agenturen und Unternehmen. Weshalb als Freelancer und nicht in Festanstellung?
„Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns“. Ich habe lange Zeit fest in Agenturen gearbeitet, aber ich brauchte irgendwann einfach eine neue Herausforderung. Meine Hauptmotivation als Freelancer zu arbeiten war es, mich auch einmal außerhalb der festen Agenturstrukturen zu bewegen, um mich in der gesamten Gestaltungsbandbreite austoben und Erfahrungen sammeln zu können. Ich wollte einfach mal weitestgehend frei im Schaffen sein und habe dadurch wirklich sehr viel dazugelernt. Ich konnte mich selbst messen und durfte an den Projekten wachsen. Durch meine Freelancer-Tätigkeit habe ich somit noch mal ordentlich an Expertise gewonnen, was großartig ist.

Wenn Unternehmen oder Agenturen Interesse an einem Allround-CD haben, einfach fragen! Vielleicht kann man die gewonnene Expertise ja sinnig einsetzen … ?!

Wovon lässt Du Dich inspirieren?
Von allem und jedem, aber mein eigentliches Ziel ist es, mein Umfeld zu inspirieren.

Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag im Leben von Hooman Haghighat aus?
06.30 Uhr. Mein Wecker klingelt. Die einzige Konstante meines Tages, der Rest ergibt sich. Klingt für manche anstrengend, ist es aber nicht! Durch das frühe Aufstehen schaffe ich mir einen entspannten und nicht gehetzten Überblick für den restlichen Tag und ich muss der Zeit später nicht hinterher laufen. Was ich in Deutschland inzwischen kennen und auch schätzen gelernt habe, ist eine gewisse Grundstruktierung/-ordnung – das ist oft die halbe Arbeit, gerade als Freischaffender, der sich gleichzeitig um die verschiedensten Aufgaben kümmern muss. Von der Bearbeitung laufender Projekte, über neue Projektanfragen bis hin zur Backup-Archivierung und Buchhaltung.

In Deiner Laufbahn hast Du inzwischen etliche Lösungen entwickelt. Kannst Du uns Projekte nennen, auf die Du ganz besonders stolz bist?
Stolz bin ich natürlich auf die großen Kampagnen und Aufgaben für z. B. Mercedes-Benz, BMW oder BASF, an denen ich mitarbeiten durfte. Aber oft sind es auch die kleinen, unscheinbaren Projekte für noch nicht ganz so bekannte Marken, die sich als wahre Schatzkiste für einen Kreativen beweisen.

Was ist Dein Anspruch bei der täglichen Arbeit?
Aus meiner Sicht und Erfahrung definiert sich Anspruch im Job in zwei Arten:
1.) Der persönliche Anspruch an das Projekt.
2.) Projektbedingte Vorgaben.
Mein Motto: Mit exzellenten Menschen zusammenarbeiten, damit exzellente Lösungen entstehen können. So kann ich ein Höchstmaß an Qualität bei jedem Projekt liefern.


Welche Trends und Entwicklungen spürst Du aktuell in der Werbung und wie bewertest Du diese persönlich?
Wir leben heute in einer Gesellschaft, die immer mehr zur Individualisierung und Selbstdarstellung neigt, die Trends vermischen sich. Ich unterscheide daher in zwei „Trends“:
1.) Optische Wahrnehmung (Branding, Typo, Design, Optik, Oberfläche etc.).
2.) Technische Möglichkeiten (iPad, iPhone, Social Media etc.).

Naja, Trends sind vergänglich, aber eine Sache wird meiner Meinung nach immer Bestand haben: Der richtige Einsatz von Technik und die Feindosierung von Design.

Gibt es eine Marke, für die Du liebend gerne mal aktiv werden würdest?
Ganz klar: ADIDAS! Von ADIDAS würde ich mich sogar adoptieren lassen!

Bitte vervollständige den Satz: Man sollte Hooman Haghighat beauftragen, wenn …
… es wirklich gut werden soll!

Wie siehst Du die deutsche Kreativbranche? Gerne auch im internationalen Vergleich.
Wie das Land, so die Kommunikation.

Was schätzst Du sowohl beruflich als auch privat am Standort Hamburg?
Hamburg hat keine Berge, daher kann ich ganz bequem überall hinradeln. Wenn man aus Österreich kommt, lernt man das flache Land schnell zu schätzen! Und beruflich gibt es hier einfach alles, was man braucht.

Vielen Dank für das Gespräch.
  
  

  
  
Links:
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→   www.twitter.com/HHooman
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