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Interview: Wolfgang von Geramb / Robinizers

Wir trafen uns mit Wolfgang von Geramb von der Agentur Robinizers zum Gespräch.
„Wolfgang von Geramb is still the „boy wonder“ who founded Robinizer ten years ago. His talent is to cast the right people and to bring out the magic in all of us. He might be a pain in the neck, but the good heart makes his place a special one.“ Zitat eines anonymen Robinizers.  

Wolfgang, Du bist Geschäftsführer von Robinizers. Was genau beinhaltet das Leistungsspektrum Deiner Agentur?
Ich leite ein kleines Imperium aus Fricklern, Gutmenschen und Forschern. Es war ein gutes Jahr und die Nachfrage nach solider Digitalstrategie ist gestiegen. So bin ich froh, Matthias Hoyer als Geschäftsführer und Nita Sederholm als Kreativ-Strategin für Robinizers gewonnen zu haben.

Wir entwickeln digitales Design und Strategien für Marken und Unternehmen. Die Bandbreite reicht vom Marken-Relaunch für FactWorks, einem innovativen Marktforschungsinstitut, über die Digitalstrategie für Eucerin International bis hin zu Online Kampagnen für Vilsa – der größten Regionalmarke Deutschlands für Mineralwasser. Wir arbeiten immer partnerschaftlich und schaffen ein gemeinschaftliches Verständnis.

Was unterscheidet die Agentur Deiner Meinung nach von Mitbewerbern bzw. was zeichnet euch aus?
Wir sind die lokale, internationale Digitalagentur. Unser Team setzt sich aus Mitarbeitern verschiedenster Länder zusammen. Daher sind wir in unserer Agentursprache zum Englischen übergegangen, auch um ideale Voraussetzungen zu schaffen, neue internationale Talente in unser Team zu holen. Wenn man für internationale Marken arbeiten möchte, muss man eine globale Sichtweise entwickeln und über eine hohe Sensibilität für verschiedene Verhaltensweisen und Kulturen verfügen.




Welche Trends und Entwicklungen spürst Du aktuell im Bereich „Design“ (speziell im digitalen Design) und wie bewertest Du diese?
Das digitale Verhalten der Nutzer wird für die Marken immer bedeutender. Entscheidend für uns sind dabei zwei Faktoren:
1.) Man kann sich nicht auf einen Touchpoint konzentrieren, ohne ihn im Gesamtkontext zu betrachten. Eine Webseite, Facebookseite oder einen Blog zu entwickeln, kann niemals die komplette Lösung darstellen. Man muss sich die gesamte digitale Präsenz eines Unternehmens anschauen, um entscheiden zu können, ob die richtigen Touchpoints aktiviert wurden. Im Prinzip ist die Aufgabe, ein gesamtes digitales Ecosystem aufzubauen.

2.) „Responsive Design“ ist ein „must have“, nicht ein „nice to have“. Die Benutzung der verschiedenen Geräte ist relativ unabhängig von Ort und Zeit geworden. Man kann beispielsweise nicht länger davon ausgehen, dass die Benutzung eines großen Bildschirmes/Screens an die Nutzung zu Hause gebunden ist. Also müssen sowohl die Inhalte als auch der angebotene Service so flexibel werden, wie der Nutzer selbst.

Kannst Du uns Projekte und Lösungen nennen, auf die Du besonders stolz bist?
Robinizer selbst ist ein großes Projekt, auf das ich sehr stolz bin und natürlich auf all die großartigen Menschen, für die wir arbeiten.

Gibt es eine Marke, für die Du liebend gerne mal aktiv werden würdest?
Ich bin primär daran interessiert, mit großartigen Menschen zusammenzuarbeiten, denn der Erfolg einer Marke ist immer auch das Ergebnis des persönlichen Engagements der Menschen dahinter. Wahnsinnig gerne würde ich z. B mit Alexander Stein & Christoph Keller zusammenarbeiten, den Erfindern von Monkey 47, einem Dry Gin aus dem Schwarzwald. Ich schätze ihren Qualitätsanspruch und bin ein Bewunderer guter alter Handwerkstraditionen. Außerdem habe ich großen Respekt vor ihrem Mut einen international gut besetzten Markt herauszufordern und dabei sehr erfolgreich die Vorzüge des Schwarzwaldes zu präsentieren. Ihre digitale Präsenz ist schon ziemlich gut, es wäre also eine sehr spannende Ausgangsposition.

Bitte vervollständige: Ein Unternehmen sollte sich an Robinizers wenden, wenn …
… es eine komplexe Marke, ein Thema oder ein Produkt hat, für das ein digitales Branding oder eine ganzheitliche Onlinepräsenz entwickelt werden soll, dann sind wir die erste Wahl. Nicht nur, weil wir schon intern über eine große persönliche und kulturelle Vielfalt verfügen, welche uns befähigt Themen sehr perspektivenreich zu beleuchten, sondern auch weil wir jede Herausforderung lieben. Wir entwickeln ihre digitale Brand Story.





Wie empfindest Du die deutsche Kreativbranche?
Aus der deutschen Perspektive: großartige Qualität, freundlich, zuvorkommend.
Aus internationaler Perspektive: solide Arbeit, selten jedoch jenseits der Komfortzone.

Was schätzst Du beruflich, aber auch privat am Standort Hamburg?
Hamburg ist ein zauberhaftes Städtchen, getarnt als schillernde Großstadt. Ich habe vor einigen Jahren länger in L.A. gelebt, das hat meine Perspektive und das Gefühl für eine schnelle Stadt verändert, aber ich liebe es immer noch hier zu leben. Hamburg ist wunderschön und wenn man möchte, ist man rasch in den Metropolen Europas.

Für internationale Talente ist Hamburg eine attraktive Stadt, aber es wird zunehmend schwerer eine bezahlbare Wohnung zu finden. Außerdem ist auch die Sprachbarriere immer noch ein Problem. Hier sehe ich eindeutig die Vorteile Berlins als internationalen Magneten.

Vielen Dank für das Gespräch.
  
  

  
  
Links:
→   www.robinizer.com
→   zum Onlineprofil
  
  

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