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Interview: Katharina J. Haines im Gespräch

Katharina J. Haines ist, nach Grafik-Design-Studium und mehreren Jahren als Art Direktorin in Werbeagenturen in Hamburg und Wien, seit 2007 als freie Illustratorin und Grafik-Designerin in Hamburg tätig. Ihre Schwerpunkte sind Illustration und Corporate Design. Von Haus aus halb englisch, halb deutsch, lässt sich diese Mischung auch in ihren Arbeiten wiederfinden: britischer Humor und Ideenreichtum treffen auf hanseatische Zuverlässigkeit und Effizienz. Wir trafen uns mit Katharina zum Gespräch.  

Katharina, woher stammt Deine Affinität für Gestaltung?
Das Interesse für Gestaltung im weitesten Sinne war schon immer da. Für mich war das stets eine Möglichkeit mich auszudrücken und vor allem etwas, das großen Spaß macht. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Du arbeitest seit mehreren Jahren erfolgreich als freie Illustratorin und Designerin. Weshalb als Freelancerin und nicht in Festanstellung?
Es dürfte schwierig sein einen festen Arbeitsplatz zu finden, der die Kombination aus Grafik-Design und Illustration in ähnlicher Weise ermöglicht. Die Vielfalt an Themen, Techniken und Kunden, mit denen ich mich beschäftige, weiß ich sehr zu schätzen – und sie wirkt sich positiv auf meine Arbeiten aus. Auf nette Kollegen muss ich dank einer guten Bürogemeinschaft nicht verzichten. Meine Vergangenheit als festangestellte Art Direktorin möchte ich dennoch nicht missen: bezüglich Effizienz, Tempo und Projektmanagement profitiere ich heute noch davon. Auch das Netzwerk aus ehemaligen Kollegen ist hilfreich.


Wie würdest Du selbst Deinen gestalterischen Stil beschreiben und welche Techniken nutzt Du?
Klar, durchdacht und gerne mit etwas hintersinnigem Humor. Technisch lege ich mich ungern fest – das reicht von Vektorgrafik bis zur sprichwörtlichen Seeschlacht in Öl.

Wovon lässt Du Dich inspirieren?
Street Art, aufgeschnappte Wortfetzen, Strukturen großstädtischer Patina, Ausstellungen, Beobachtung von menschlichem Miteinander, Gespräche mit Freunden und Kollegen. Auch die kreative Arbeit für sehr unterschiedliche Projekte finde ich inspirierend: mal für ein Software-Unternehmen, mal für eine Brauerei – und jedes mal wird der eigene Horizont ein kleines bisschen breiter.

Was sind Deine Lieblingsmotive? Was zeichnest Du am liebsten?
Viecher aller Art haben es mir besonders angetan. Manchmal beschleicht mich der Verdacht, dass mir das in die Wiege gelegt wurde: Haines kommt aus dem Altenglischen und bedeutet in etwa „Bewohner des Dickichts“.

In Deiner Laufbahn hast Du inzwischen diverse Arbeiten umgesetzt. Kannst Du uns Projekte nennen und beschreiben, auf die Du ganz besonders stolz bist?
Stolz ist das falsche Wort, aber ich habe kürzlich eine Motiv-Tapete für ein neues Hotel in Hamburg entwerfen dürfen – und lauere jetzt auf die Eröffnung. Für mich ist es immer noch ein besonderer Moment, die entworfenen Sachen zum ersten Mal produziert zu sehen.



Welche Trends und Entwicklungen spürst Du aktuell im Bereich Illustration/Design und wie bewertest Du diese?
Darüber mache ich mir – zumindest bewusst – relativ wenig Gedanken. Ich versuche nicht meine Arbeit einer bestimmten Stilrichtung anzupassen, nur weil es gerade en vogue ist.

Bitte vervollständige: Ein Unternehmen oder eine Agentur sollte Dich beauftragen, wenn …
… ihnen mein Stil zusagt und sie eine unkomplizierte, gute Zusammenarbeit schätzen.

Gibt es ein Unternehmen oder eine Person etc., für die Du liebend gerne mal gestalterisch aktiv werden würdest? Falls ja, für welche und vor allem weshalb?
Ein bestimmtes Unternehmen oder eine Person gibt es nicht. Spannend finde ich eine übergreifende Zusammenarbeit mit anderen Branchen, wie etwa (Innen-)Architektur oder Gastronomie. Außerdem habe ich ein Faible für Start-Ups – das ist bestimmt nicht der lukrativste Bereich der Branche, aber die Möglichkeit ein Unternehmen von Beginn an kreativ mit zu gestalten sowie Dynamik und Begeisterung seitens der Gründer sind oftmals unbezahlbar.

Was schätzst Du beruflich, aber auch privat am Standort Hamburg?
Beruflich schätze ich Hamburg wegen der direkten und unkomplizierten Art, wie Zusammenarbeit hier stattfindet. Privat ist es ein Stück Heimat: ich bin hier in der Nähe aufgewachsen und nach ein paar Jahren im Ausland wieder in Hamburg gelandet – genau wie ein Großteil meiner Freunde und Bekannten.

Vielen Dank für das Gespräch.
  
  

  
  
Links:
→   www.haines.de
→   zum Onlineprofil
  
  

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