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Interview: Im Gespräch mit Oliver Voss

Oliver Voss war Redakteur in einer Lokalzeitung, bevor er die Werbung für sich entdecke. Er arbeitete in Köln, New York und Amsterdam und über zehn Jahre bei Jung von Matt als Geschäftsführer und Vorstand. Hier betreute er große nationale und internationale Kampagnen und Marken wie „Is it love?“ für MINI, „3…2…1….meins!“ für Ebay und „Du bist Deutschland“. Seit 2010 hat Oliver Voss seine eigene Agentur, die so heißt wie er. Zudem leitet er die Miami Ad School in Hamburg und Berlin: Sie gilt als bestes Ausbildungsinstitut der Welt für junge Talente, die in die Werbung wollen. Wir trafen ihn zum Gespräch.  

Oliver, Du hast 2010 Deine gleichnamige Agentur gegründet. Wie kam es dazu und was genau beinhaltet das Leistungsspektrum?
Nach über 10 Jahren als Geschäftsführer und Vorstand bei Jung von Matt und vielen Ideen für erfolgreichen Kampagnen, kamen mir irgendwann auch Ideen, wie man eine Agentur führen sollte. Der Reiz, diese Ideen umzusetzen, war vor gut zwei Jahren so groß, dass ich mit meinem Team meine eigene Agentur eröffnet habe.

Wir arbeiten für große Marken wie DIE WELT und WELT am SONNTAG, Sixt und Rolling Stone, haben Projekte für NIKE und ODLO realisiert und aufmerksamkeitsstarke Aktionen wie die „Badende“ in der Hamburger Alster. All diese Ideen, die die Agentur verlassen haben, haben große Resonanz erfahren und den Auftraggebern geholfen, ihre Ziele zu erreichen.

Was unterscheidet euch von Mitbewerbern? Was zeichnet Deine Agentur aus?
Wir sind eine kreativ geführte Agentur, arbeiten sehr eng mit unseren Auftraggebern zusammen. Wir setzen auf weniger Distanz und mehr Teamwork – und das führt zu besseren Lösungen.


Gibt es aktuell Trends und Entwicklungen, die Du im Bereich „Werbung“ spürst und falls ja, wie bewertest Du diese?
Zur Zeit reden alle nur über das Internet und über die Optimierungen, die hier zu erzielen sind. Aber meist finden diese Dinge nur auf eine bestimmte Zielgruppe reduziert statt und oft auch unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit. Wir nutzen das Internet für spezielle Aufgaben, aber ebenso glauben wir an die Kraft großer Medien wie z. B. Print, Plakat und TV – denn damit kann man in kürzester Zeit sehr viel erreichen und Erfolge stellen sich sichtbar ein.

In Deiner Laufbahn hast Du über die Jahre zahlreiche Lösungen für unterschiedlichste Kunden entwickelt. Kannst Du uns Beispiel-Projekte nennen, auf die Du ganz besonders stolz bist?
Wir sind nicht auf eine spezielle Arbeit stolz, sondern eher darauf, dass die Arbeiten, die unser Haus verlassen, insgesamt auf hohem Niveau sind.

Gibt es eine Marke, für die Du liebend gerne mal aktiv werden würdest? Falls ja, für welche und weshalb?
Wir freuen uns immer auf die nächste Marke, die unsere Agentur anfragt. Dabei gilt: Je schwieriger die Aufgabe ist, desto besser. Denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass schwierige Aufgabenstellungen zu unkonventionellen Lösungen führen.

Bitte vervollständige den folgenden Satz: Ein Unternehmen sollte sich an Oliver Voss wenden, wenn …
… dem Unternehmen die Kampagnen gefallen, die auf unserer Website www.olivervoss.com zu finden sind.


Wie empfindest Du die deutsche Kreativbranche? Gerne auch im internationalen Vergleich.
Leider verwissenschaftlichen viele Marken heute die Werbung – und verlangweilen sie dadurch. Die Stärke unserer Agentur ist, dass wir Marken auf eine andere Art zum Erfolg führen. Wir setzen nicht nur auf den Kopf, sondern auch auf den Bauch. Denn wir glauben fest an die Kraft von Emotionen – und nicht nur an Powerpoint-Präsentationen.

Kannst Du uns einen aktuellen Case im Bereich Werbung nennen, den Du persönlich für herausragend oder sogar für richtungsweisend hältst?
Ja, die „Hornbach“-Kampagne von der Agentur Heimat aus Berlin.

Was schätzst Du beruflich und privat am Standort Hamburg?
Hamburg bietet Kreativen einen sehr inspirierenden Background. Das gilt sowohl für die Agentur als auch für ein Ausbildungsinstitut wie die Miami Ad School, das ich leite. Ich habe dadurch erfahren, dass sich in Hamburg unterschiedlicheste Nationalitäten wohl fühlen. An der Miami Ad School lernen zur Zeit 25 verschiedene Nationen. Die Kreativität, die das freisetzt, spürt jeder, der die Schule betritt, sofort. Hamburg bietet einfach viel Inspiration und vielen Kreativen eine Plattform.

Vielen Dank für das Gespräch.
  
  

  
  
Links:
→   www.olivervoss.com
→   zum Onlineprofil
  
  
Portraitfoto: Roman Raacke / HORIZONT

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