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Ausstellung: Nivea-Erfinder Oscar Troplowitz

Von der einfachen Apotheke zur internationalen Firma, von der Architektur bis zum Film, von Nivea bis Renoir – das vielseitige Wirken von Oscar Troplowitz (1863-1918) in Hamburg weist auch heute noch weit über die Stadtgrenzen hinaus. Anlässlich seines 150. Geburtstags würdigt die Hamburger Kunsthalle den Nivea-Erfinder, Politiker und Kunstmäzen mit einer Ausstellung, die heute startet.   

Der Schwerpunkt liegt auf dem Dialog des Unternehmers mit den bildenden und angewandten Künsten. Gezeigt werden die wichtigsten Teile seiner Kunstsammlung zum niederländischen Barock und der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter Sisleys Seine bei Billancourt (1879) und Liebermanns Eva (1883) – Meisterwerke, die das Ehepaar Troplowitz der Kunsthalle zu Beginn des 20. Jahrhunderts stiftete. Es ist die Frühzeit der Markenartikel, etwa der Nivea-Seife (1906) und der Nivea-Creme (1911). Troplowitz engagierte die führende Berliner Agentur Hollerbaum & Schmidt für die Werbung. Die Plakatkunst von Lucian Bernhard und Hans Rudi Erdt stellte die Weichen für das heute noch gültige Markendesign der Firma Beiersdorf.



Die Ausstellung präsentiert fein gezeichnete Annoncen und ausdrucksstarke Plakate vom Jugendstil bis in die Neue Sachlichkeit, die den Aufbruch der Bilder in den Alltag vermitteln. Zu sehen sind auch frühe Werbe-Animationsfilme von Julius Pinschewer, die mit Witz und Charme einem Kinopublikum Creme und Zahnpasta nahebrachten.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und dem Museum für Hamburgische Geschichte gezeigt. Die Exponate stammen aus diesen Häusern sowie aus dem Bestand der Hamburger Kunsthalle, dem Firmenarchiv der Beiersdorf AG, dem Staatsarchiv und aus Privatbesitz.

Bildcredits (von oben nach unten):
1.) Werbestummfilm Der Zahnteufel, 1915
© AG Loiperdinger + Pinschewer
2.) Plakat für Cito Sportheftpflaster, 1896, Hans Baluschek (1870 – 1935)
© Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
3.) Franz Nölken, Der Unternehmer Oscar Troplowitz, Förderer der Kunsthalle, 1916
© Hamburger Kunsthalle/bpk
4.) Hans Rudi Erdt, Plakat für Nivea-Puder, 1915
© CBH Archive, Beiersdorf AG, Hamburg
  
  

  
  
Ein Leben für Hamburg – Oscar Troplowitz
Datum: 18. Januar bis 30. Juni 2013
Öffnungszeiten: Di. bis So. 10 bis 18 Uhr, Do. 10 bis 21 Uhr
Ort: Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall, 20095 Hamburg
Eintritt (Sammlungsbesuch inkl. Sonderausstellungen): Regulär 12 €, Ermäßigt 5 €, Familienkarte 16 €

Links:
→   www.hamburger-kunsthalle.de

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