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Interview: Andreas Ruthemann (freier Kreativdirektor)

Wir starten mit einem neuen Interview ins Jahr 2013! Im Rahmen der kürzlich erschienenen HAMBURGS KREATIVE-Ausgabe stand uns der freie Kreativdirektor Andreas Ruthemann Rede und Antwort. Andreas wurde bei Jung von Matt eingenordet und betreut heute, neben der freien Mitarbeit in zahlreichen namhaften Werbe- und Design-Agenturen, einen wachsende Anzahl von größeren und kleineren eigenen Kunden. Darüber hinaus engagiert er sich als Gastdozent für den gestalterischen Nachwuchs.   

Andreas, woher stammt eigentlich Deine Affinität für Gestaltung?
Die war schon immer ein Teil von mir. Und das ist sehr praktisch: Andere müssen arbeiten gehen, ich lebe von dem, was mir Spaß macht. Herzlichen Dank an meine Eltern.

Du bist nun seit 2009 erfolgreich als freier Kreativdirektor tätig. Weshalb als Freelancer und nicht in Festanstellung?
Ich genieße es, meine Projekte und meine Arbeitsumfelder frei zu wählen. Auch disziplinär lege ich mich nicht fest. Ich liebe und suche Situationen, in denen ich Dinge zum ersten Mal machen kann. Seit Neuestem unterrichte ich z. B. auch als freier Dozent an der FSG Hamburg (Freie Schule für Gestaltung). Routine ist mein größter Feind.


Wie sieht ein typischer Arbeitstag im Leben von Andreas Ruthemann aus?
Mein Tag beginnt sehr früh auf der Yogamatte, während die meisten noch schlafen. Das gibt mir einen Vorsprung an Klarheit für den Rest des Tages. Meistens arbeite ich dann in meinem kleinen Büro parallel an verschiedenen Projekten. Mal mit dem Kopf, mal mit dem Bauch und immer gern mit den Händen. Mein Hund Bastian ist immer dabei.

Im Laufe der Zeit hast Du zahlreiche Lösungen für Kunden entwickelt. Kannst Du uns Projekte nennen, auf die Du ganz besonders stolz bist?
Aktuell ist das meine kleine Kampagne für ein Hamburger Yogastudio. Um die Idee eines Yogis aus Seemannsknoten zu realisieren, habe ich tagelang Meter von Tampen verknotet, bis am Ende das Motiv dabei herauskam. Alle Arbeiten, die mit Freude und Neugier entstehen, bedeuten mir persönlich viel. Erfreulicherweise sind das überwiegend die neueren.

Was ist Dein Anspruch bei der täglichen Arbeit?
Nie den gleichen Weg zweimal zu gehen. Das ist vielleicht ein bisschen streng, schafft aber immer neue Sichtweisen. Grundsätzlich möchte ich jeden Tag etwas tun, was ich noch nie gemacht habe.

Wovon lässt Du Dich inspirieren?
Von allem und jedem. Mein Schlüssel dazu ist körperliche Bewegung – die wirkt wie ein Neustart für den Kopf, nach dem ich alle Fakten und Gedanken auflösen und immer wieder neu zusammensetzen kann. Oft überrasche ich mich dabei selbst.


Gibt es eine bestimmte Marke, für die Du liebend gerne mal Lösungen entwickeln würdest? Falls ja, für welche und weshalb?
Ein Unternehmen in Dänemark wäre mein Traum. Die Selbstverständlichkeit, mit der modernes Design alle Bereiche des dänischen Alltags durchzieht, beeindruckt mich immer wieder. Seit ein paar Jahren lerne ich die Sprache, ich wäre also bereit.

Bitte vervollständige den folgenden Satz: Eine Agentur oder ein Kunde sollte Andreas Ruthemann beauftragen, wenn …
… es eine Aufgabe gibt, die weder vom Konzeptioner noch vom Gestalter allein gelöst werden kann.

Zu guter Letzt: Was schätzst Du beruflich, aber auch privat an Hamburg?
Hier habe ich ein großes Netzwerk von Leuten, die tolle Arbeit machen – und das ohne viel Trara. Die frische Luft, die Nähe zum Wasser und die Unaufgeregtheit der Menschen machen Hamburg zur Stadt meines Herzens und zu meiner Heimat.

Vielen Dank für das Gespräch.
  
  

  
  
Links:
→   www.ruthemann.net
→   zum Onlineprofil
  
  

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